Geschichte - VII. Bataillon

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Geschichte


Geschichte des VII. Bataillons


Das VII. Bataillon des Schützenvereins Lohne ist wie alle anderen Bataillone ein Ergebnis der Neugliederung des Vereins aus dem Jahre 1964 (3. Juli).
Es umfasste zu diesem Zeitpunkt die Ortsteile und Bereiche Keet, Moorkamp, Meyerfelde,
Bakumer Straße, Voßberg, Lohner Wiesen und Bokern.
Folgende Kompanien gehörten zu diesem Zeitpunkt dem Bataillon an:

- 7. Kompanie Moorkamp
- 8. Kompanie Wiska
- 17. Kompanie Roseneck
- 18. Kompanie Bokern
- 19. Kompanie Meyerfelde
- 25. Kompanie Moorkamp/ Sandmöller (in den 70er Jahren wieder aufgelöst)



Seit bestehen des VII. Bataillons gehören außerdem dazu:

11. Kompanie Keet alt
11. Kompanie II. Zug, Keet jung

Diese beiden Kompanien waren auf der Gründungsversammlung nicht anwesend.

Die Anzahl der Kompanien entsprach in etwa der der anderen Bataillone

Als erster Bataillonskommandeur wurde Alfons Stratmann von der 7. Kompanie, Moorkamp, in das Amt gewählt . Ihn unterstützte als Adjutant Heinz Hausfeld (15 Jahre), unterbrochen von Richard Hasenkamp (5 Jahre). Zum Bataillonslokal wurde sinnigerweise die Gaststätte Alfons Stratmann, Moorkamp erwählt, die auch heute noch die Bataillonsfahne beherbergt.
Alfons Stratmann leistete Pionierarbeit als Bataillonskommandeur für das VII. Bataillon und gab diesem Posten ein erstes Gesicht. Unter seiner Amtsführung kam es zu den ersten Neugründungen weiterer Kompanien:

-          40. Kompanie Fuchshöhle (1968)
-          7. Kompanie, II. Zug,  Moorkamp (1982)
-          25. Kompanie, Unlandsbäke (1987)

Für seine Verdienste um die Führung des VII. Bataillons wurde er 1988 mit dem höchsten Orden des Lohner Schützenregimentes ausgezeichnet und zunächst zum Oberstleutnant, später zum Obersten befördert.
Alfons Stratmann amtierte 28 Jahre, er kandidierte 1991 aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder und übergab das Amt des Bataillonskommandeurs in die Hände des Hauptmanns der 17. Kompanie, Nassauer Rosenkompanie, Franz Kampers.

Franz Kampers erkor sich zu seinem Adjutanten Joseph Nuxoll von der 40. Kompanie der heute über das wohl umfangreichste Archiv des Lohner Schützenvereins verfügt, gewachsen über die Jahre.

Der Bebauungsplan der Stadt Lohne sah in den Bereichen Moorkamp, Vossberg, Vullhops- Weg, alle dem Einzugsbereich des VII. Bataillons zugehörig, neue Siedlungsgebiete vor, die ab Beginn der 80 er Jahre aufgrund einer florierenden Stadtentwicklung zügig bebaut wurden. Dass sich in diesen Gebieten neue Kompanien gründeten, war nahe liegend. Auch die „alten“ Kompanien konnten zum Teil einen massiven Mitgliederzuwachs verzeichnen.

Unter der Amtsführung von Franz Kampers kam es zu folgenden Neugründungen:

-          46. Kompanie Aschenputtel (1996)
-          50. Kompanie Voßberg (2001)
-          51. Kompanie Moorkamper Euwer (2001)
-          11. Kompanie III. Zug Stadtwache (2006)

Das VII. Bataillon wuchs dadurch zum größten Bataillon des Lohner Schützenregimentes heran und stellte zum Ausmarsch des 399. Lohner Schützenfestes 2007 525 Schützen, im Jahr 2015 waren es bereits 550 Schützen..

Der Herausforderung, mit einer so großen Zahl an Schützen eine zielgerichtete und erfolgreiche Bataillonsarbeit zu verfolgen, stellte sich Franz Kampers mit Bravour. Er wurde in seiner Arbeit massiv von seinem Adjutanten Joseph Nuxoll unterstützt, dem keine noch so kleine Kleinigkeit entging und eine wesentliche Stütze des Kommandeurs war.
Es gelang ihnen, durch zielgerichtete Veranstaltungen bei den Schützen des VII. Bataillons ein kompanieübergreifendes  „Wir- Gefühl“ und Stolz auf die Zugehörigkeit zum VII. Bataillon zu erzeugen. Auf ihre Arbeit wird im Folgenden noch eingegangen.

Franz Kampers wurde ebenfalls, wie sein Vorgänger, mit den Jahren zum Obersten befördert, sein Adjutant Joseph Nuxoll bekleidet heute den Rang eines Hauptmannes.
Für seine Tätigkeit als Bataillonskommandeur, der sich auch auf Regimentsebene streitbar und nachhaltig für die Weiterentwicklung des Lohner Schützenvereins einsetzte, wurde Franz Kampers 2007 der höchste Orden des Lohner Schützenvereins verliehen.

Franz Kampers trat nach 15 Dienstjahren als Kommandeur (zuvor 13 Dienstjahre als Kompaniechef der 17. Kompanie Roseneck) nicht mehr zur Wahl an. Aus der Neuwahl ging 2006 Helmut Staarmann, Hauptmann der 25. Kompanie Unlandsbäke hervor, sein Adjutant wurde Stephan Meyer, aus der 18. Kompanie Bokern, der zuvor 20 Jahre lang das Amt des Kassierers dieser Kompanie inne hatte.


2. Aktivitäten

Das VII. Bataillon verfolgt eine Reihe von immer wiederkehrenden Aktivitäten, die zum Einen das Ziel haben, den Schießsport zu fördern und zu betreiben, die Schützentradition zu pflegen und über sportliche und gesellige Veranstaltungen den Zusammenhalt innerhalb des Bataillon zu festigen. „Helfen“ und ein Einsetzten für die Gemeinschaft steht dabei fast immer im Vordergrund.

Von 1974 bis 2009 fand das Bataillonsschießen mit verschiedenen Wettbewerben auf dem Schießstand bei der Gaststätte Holzenkamp an der Bakumer Straße statt. Er war seit Bestehen des VII. Bataillons Austragungsort der Wettkämpfe. Unter der Woche fand das „Einschießen der Sätze“ im Kompanierahmen statt und und am Samstag der Wettkampfwoche folgte das „Stechen“.
Insbesondere der Samstag war ein Tag um neben spannenden Wettkämpfen auch den geselligen Teil und kompanieübergreifende Verbindungen zu pflegen. Der „Krüten“ und Paul Holzenkamps in Rama gebratene Koteletts taten ein Übriges, um unvergessliche Stunden zu gewährleisten.
Ein von Franz Kampers vor einigen Jahren eingeführtes Sachpreisschießen stellte zwar bei der derzeitigen großen Beteiligung sicher, dass die Siegerehrungen erst weit nach Mitternacht stattfanden, allerdings spülte das eingenommene Startgeld auch das Geld in die Kasse um andere Vorhaben zu finanzieren. Durch freiwillige Sachpreisspenden aus allen Bereichen des Bataillons konnten immer wertvollere Preise ausgesetzt werden.

Dass dieses Training seine Früchte trägt, ist an den großen Erfolgen des Bataillons auf Regimentsebene zu ersehen. Zwischen 1990 und 2001 konnte das VII. Bataillon sieben mal den Bataillonspokal des Regimentes erringen, als das Regimentsschießen noch in alter Form stattfand.

Ab dem Jahr 2010 findet das Bataillonsschießen auf dem Schießstand des Schützenvereins statt. Sicherlich ist es schwierig, die gleiche Atmosphäre wie auf Holzenkamps Stand zu erzeugen, es bleibt zu hoffen, dass diese Veranstaltung im neuen Rahmen genau so angenommen wird, wie in der Vergangenheit auch.

Seit einigen Jahren wird das Regimentsschießen in neuen Form mit Kompaniemannschaften in Gruppen mit der Möglichkeit des Aufstiegs und des Abstiegs ausgetragen. Das VII. Bataillon stellt dabei 23 von 54 Mannschaften (2007/ 2008) und ist, wie die Platzierungen zeigen, mit einigen Kompanien in der Spitzengruppe ein Dauergast. Weitere Kompaniemannschaften haben, wenn sie ihre Leistungen stabilisieren das Potential aufzusteigen und dauerhaft „ganz oben“ mitzuspielen.

Unter der Regie von Franz Kampers entstand 1995 die Idee, durch eine gemeinsame Sportveranstaltung den Zusammenhalt des Bataillons weiter zu fördern. Kurzerhand wurden Teile des Schützenplatzes in einen Fußballplatz umfunktioniert . Die Kompanien des Bataillons stellten jeweils eine Mannschaft und ein Event war geschaffen worden, was sich mittlerweile nicht mehr aus dem Bataillonsleben wegdenken lässt.
Zwischenzeitlich ist man für dieses, alle zwei Jahre, stattfindende Turnier auf den Sportplatz der Ketteler- Schule ausgewichen. Somit ist man im  „Kernland“ des VII. Bataillons näher an den Angehörigen, für die sich ebenfalls immer ein Kommen lohnt. Das Bataillon bemüht sich, parallel zu den Spielen für alle etwas zu bieten. Für die „starken Männer“ der Kompanien findet daher u.a. ein Tauziehwettbewerb statt.
Aufgrund des demografischen Wandels (das Durchschnittsalter der Schützen stieg an) verzichtete man ab 2013 auf ein Fußballturnier und überlässt der durchführenden Kompanie die Themenwahl. So kam es 2013 zu einer "Bataillonsolympiade", veranstaltet von der 19. Kompanie, 2015 zur Veranstaltung "Rund um den Ball", veranstaltet von der 40. Kompanie. Im letzten Fall erstmals witterungssicher in der Realschule durchgeführt. Beide Veranstaltungen brachten hohe Erlöse, die vollständig förderungswürdigen Lohner Sozialprojekten zugeführt wurden. Beide Veranstaltungen gingen im Gegensatz zu den Fußballturnieren ohne Verletzungen über die Bühne.

Ein Highlight des Bataillonslebens ist der im November stattfindende Bataillonsball, der immer von weit über 200 Gästen besucht wird. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden auch die Auszeichnungen des Bataillonsschießens wenige Wochen zuvor verliehen.
Viele Schützen nutzen die Gelegenheit um sich in den Kompanien einmal abseits vom Schützenfesttrubel, „zwanglos ohne Uniform“ näher kennen zu lernen. Viele nutzen die Gelegenheit, um auch mit  Schützen anderer Kompanien Verbindungen zu knüpfen. Viele Kompanievergleichsschießen und Kontakte zu anderen Kompanien fanden hier ihren Ausgangspunkt.

Zu Erwähnen ist sicherlich auch noch die große Beteiligung der Schützen des VII. Bataillons an der Neugestaltung der Schießhalle in den vergangenen Jahren, die einen wahren Beförderungsregen auslöste. Das VII. Bataillon erbrachte die meisten Arbeitsstunden und konnte durch die Mithilfe von Fachpersonal die Umbaukosten massiv reduzieren.


3. Ausblick:

Durch die kommende Stadtentwicklung ist davon auszugehen, dass die u.a. im Bereich Lerchental in den nächsten Jahren entstehenden Wohneinheiten weitere Kompanieneugründungen bzw. ein Anwachsen von bestehenden Kompanien nach sich ziehen wird.
Das VII. Bataillon ist bereit, sich diesen Aufgaben zu stellen. Denn wie der Verfasser dieser Zeilen als „Zugezogener“ selbst weiß, ist die Integrationsfähigkeit eines Schützenvereins der anderer Vereine durch seine Aktivitäten weit überlegen.
Für  „Neu- Lohner“ gibt es keine bessere Möglichkeit seinen Bekanntenkreis über die Nachbarschaft hinaus gehend zu erweitern, als einer Schützenkompanie in Lohne beizutreten.



„Schuss Heil“


Helmut Staarmann, Oberstleutnant

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